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Vergebung und Konfliktbewältigung – The Foregiveness Project – 3.12.2019 im HannoverServiceCenter

Am Dienstag, 3. Dezember 2019 um 15 Uhr findet im HannoverServiceCenter die Eröffnung unserer Ausstellung „Vergebung und Konfliktbewältigung – The Foregiveness Project“ statt, zu der wir Sie gemeinsam mit dem Präventionsrat der Landeshauptstadt Hannover herzlich einladen.

Neben der sehr sehenswerten Ausstellung geben wir Einblicke in die praktische Arbeit der Waage und hoffen, mit Ihnen die Eindrücke zu teilen, Fragen zu beantworten und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Vorgestellt werden Menschen, denen Leid und Gewalt zugefügt wurde und die es geschafft haben, dies erfolgreich zu verarbeiten und den Schädigern zu vergeben. Ergänzt wird dies durch Beispiele aus der Arbeit der Konfliktschlichtungsstelle Waage Hannover, die seit 1992 in unserer Stadt tätig ist. Das Projekt wird gefördert vom LionsClub Hannover Hohes Ufer.

Ablauf:

  • Grußworte von
    – Thomas Hermann (Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und Vorsitzender des Kommunalen Präventionsrates der Landeshauptstadt Hannover)
    – Wolfgang Rosenbusch (Vorstand Waage, Vorsitzender Richter der Schwurgerichtskammer am Landgericht Hannover a.D.)
    – Bodo Svenson (Vizepräsident LionsClub Hannover Hohes Ufer, Geschäftsführer Schlütersche Marketing Services GmbH)
  • Fallbeispiele aus der Praxis der Waage Hannover
  • Besichtigung und Erläuterung der Ausstellung

Wir bitten um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung bis zum 15.11.2019.
Sie möchten jemanden mitbringen, den wir nicht eingeladen haben? Sie dürfen diese Einladung gerne weitergeben.
Wir freuen uns auf Sie.

 

Die Ausstellung ist von Dienstag, 3.12., bis Freitag, 6.12.2019, täglich von 7 – 18 Uhr zu sehen (tägliche Führungen von 10 – 11 Uhr und nach Vereinbarung).

Konfliktbewältigung und Gewaltprävention beim Fußball“ – Neues Waage Projekt

Am 23.10.2019 fand im Büro der Waage der offizielle Start des Modellprojekts „Konfliktbewältigung und Gewaltprävention beim Fußball“ statt.

Immer wieder kommt es bei Fußballspielen zu Spielabbrüchen wegen Bedrohungen und gewalttätiger Eskalationen. Strafen und Sperren allein lösen die Konflikte nicht. Oftmals begegnen sich die Kontrahenten wieder. Zudem sind meist weitere Personen betroffen. Ferner haben die Konflikte häufig einen interkulturellen Hintergrund. Über die Eskalationen wird in den lokalen Medien berichtet, Folgekonflikte drohen. Besonders im Jugendbereich sind Initiativen zur Stärkung friedlicher Konfliktbewältigungsstrategien von größter Bedeutung.

Das Projekt von der Waage gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fußballverband (NFV) initiierte und von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung für 2 Jahre geförderte Projekt erprobt alternative Wege der Konfliktbewältigung und Gewaltprävention.

Dr. Lutz Netzig (4. von rechts) und Walid Kherfani (1. von rechts), Mitarbeiter der Waage Hannover e.V.,  stellten das Vorhaben gemeinsam mit Jens Grützmacher, dem Vorsitzenden des NFV, Kreis Region Hannover, vor und erläuterte die Rahmenbedingungen und bisherigen Erfahrungen.

→ weiter zum Bericht des NFV zum Projektstart Gewaltprävention

 

Mediation im öffentlichen Raum – Meinfried Striegnitz referiert auf dem Jahrestreffen „Freunde der Waage“

Meinfried Striegnitz in der Waage Hannover

Beim diesjährigen Treffen „Freunde der Waage“ am 1.10.2019 referierte Meinfried Striegnitz zum Thema „Mediation im öffentlichen Raum – Arbeiten mit Restriktionen“ und gabe dabei spannende Einblicke in die fachlichen Grundlagen insb. der sog. Planungs- und Umweltmediation sowie seine vielfältigen Praxiserfahrungen. Herr Striegnitz war u.a. als Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum für den Programmbereich „Ökologie und Umweltpolitik“ und als Präsident des Niedersächsisches Landesamtes für Ökologie tätig.  Zuletzt gehörte er der Universität Lüneburg an und zwar der Fakultät Nachhaltigkeit, Institut für  Umweltkommunikation. Da er während seiner beruflichen Tätigkeit immer wieder mit Mediationsverfahren in der öffentlichen Verwaltung befasst war, konnte er interessante Einblicke geben. Schwerpunkt waren die spezielle Bedingungen und Anforderungen, die erfüllt sein sollten oder als besonders kritisch anzusehen sind, wenn gesellschaftliche Fragestellungen oder Projekte in einem Mediationsverfahren geklärt und gemeistert werden sollen. Nach einer Diskussion klang das Treffen, zu dem sich 30 Gäste eingefunden hatten, mit angeregten Gesprächen aus.

Norbert Nüsken, Meinfried Striegnitz, Prof. Dr. Thomas Trenczek

Wolfgang Rosenbusch, Gisbert Fuchs

 

 

 

Jenseits des Tellerrands – Die Waage auf dem Konfliktmanagement-Kongress Hannover 2019

Der diesjährige Kongress mit knapp 300 Teilnehmern, der am 6. und 7. September stattgefunden hat, stand unter dem Motto „Jenseits des Tellerrands“.

Die Arbeit in 7 Foren beschäftigte sich mit Unterschieden, Schnittstellen und Kombinationen von Mediation, Schlichtung, Coaching und Psychotherapie. Darüber hinaus konnte man einzelne Methoden, z.B. Digital Storytelling (DS) oder Theater und Mediation kennenlernen.

Auch in diesem Jahr waren wieder Mitglieder der Waage unter den Teilnehmenden des Kongresses vertreten, die den Kongress als gute Gelegenheit empfanden, das eigene Wissen zu bereichern und mit alten und neuen Kontakten ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren.

Der Info Stand der Waage bot dafür einen passenden Rahmen (auf dem Foto von links: Antoine Brossier; Prof. Dr. Thomas Trenczek, Pia Liebermann, Roland Kooppmann, Doro Wahner)

Vors. Richter am LG und stv. Vorsitzender der Waage, Wolfgang Rosenbusch, geht in den Ruhestand

Der stellvertretende Vorsitzender der Waage Hannover, Wolfgang Rosenbusch, seit mehr als zehn Jahren als Vorsitzender des Schwurgerichts Hannover tätig, geht in den Ruhestand. Aufsehenerregende Prozesse leitete er viele – und stand oft unter großem Druck der Öffentlichkeit. Der 65-Jährige spricht in einem Interview mit der HAZ vom 21.06.2019  über respektlose Angeklagte, die Gefährdung von Richtern, Fehlurteile und Mord als männertypisches Delikt und seine Pläne im „Ruhestand“. (Hier dokumentieren wir Auszüge, das geseamte Interview finden Sie in der HAZ vom 21.06.2019).

Herr Rosenbusch, welches waren die spektakulärsten Fälle während Ihrer gut zehn Jahre währenden Zeit als Vorsitzender des SchwurgerichtsHannover?

Der Prozess gegen die Krebsärztin Mechthild Bach zählt dazu, das Verfahren gegen den sogenannten Maschseemörder war aufsehenerregend, ebenso wie der Prozess gegen den Mann, der eine Frau an seinem Auto durch Hameln schleifte, der Fall des in einem Koffer deponierten Babys oder das Säureattentat auf Vanessa Münstermann. Aber unter meinen rund 250 Schwurgerichtsprozessen seit 2009 finden sich auch noch etliche andere überaus tragische Fälle.

Welcher Prozess hat Sie am meisten mitgenommen?

Es gab immer wieder Verfahren, die man wohl oder übel mit nach Hause nahm und die einen beim Einschlafen und beim Aufwachen beschäftigten. Besonders entsetzlich war 2014 der Fall des Björn F. aus Langreder, der seine Freundin über mehrere Stunden zu Tode folterte und prügelte und diese Gewaltorgie auch noch filmte und fotografierte.

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Mediationslehrgang-Grundkurs XII (2018/19) erfolgreich abgeschlossen

Am 14./15.Juni 2019 haben 16 Teilnehmende den Grundkurs Mediation von Waage Hannover/SIMK Hannover unter der Begleitung von Frauke Petzold (eine von 3 Ausbildern; auf dem Foto fehlen Prof.Dr. Thomas Trenczek und Dr. Lutz Netzig) und der Co-Trainerin Roberta Cifariello abgeschlossen. Nahezu alle Teilnehmenden werden ab September den Aufbaukurs fortsetzen.

Qualitätsverbund Mediation – Fachverbände einigen sich über QVM-Fachstandards Mediation

Die Bundesfachverbände der Mediation, BAFM, BM und BMWA sowie die Deutsche Gesellschaft für Mediation (DGM) und das Deutschen Forum für Mediation (DFfM) haben sich vor einige Monaten in einem Qualitäts-Verbund Mediation (QVM) zusammengeschlossen („BBBDD-Verbände“), um in einer verbandsübergreifenden Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Mediation ein gemeinsames, verbandsübergreifendes und damit auch marktbestimmendes Qualitätssiegel QVM zu entwickeln, das den von den Fachverbänden in den letzten 15-20 Jahren formulierten Anforderungen an eine professionelle, d.h. qualitativ hochwertige Mediationspraxis entspricht (vgl. SIMK-News vom 4.11.2018).

Am 05.05.2019 wurde von allen fünf Verbänden die 1.Frankfurter-Erklärung unterzeichnet, mit der die 5 Verbände auch die Einrichtung einer gemeinsamen Institution zur Umsetzung und Gewährleistung der QVM-Standards vereinbaren.

Heute, genau rechtzeitig zum „Tag der Mediation“ informierten die 5 Verbände (BAFM, BM, BMWA, DfFM, DGM) Ihre Mitglieder sowie das Bundesjustizministerium mit einem gemeinsamen Schreiben über den verabschiedeten „QVM-Standard“. Sie haben dabei das Beste aus allen bisher bestehenden Verbands-Standards zu einer gemeinsamen neuen Qualität gefasst. In diesem Konvolut stecken jede Menge Arbeit und das geballte mediative Know-How.

Der QVM-Standard hat einen hohen Qualitätsanspruch. Näheres über die inhaltlichen Aspekte der QVM-Standards finden Sie in dem nebenstehenden Dokument QVM-Standards 2019.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Anschreiben des BMWA sowie der anderen Fachverbände
an ihre Mitglieder v. 18.06.2019; SIMK-News v. 18.6.2019