Die Waage auf dem Konfliktmanagement-Kongress 2018

(von links) Waage-Geschaftsführer Brossier im Gespräch mit TeilnehmerInnen des KMK; (mittig) der 1. Vorsitzende der Waage, Prof. Trenczek, im Gespräch mit Frau Justizministerin Havliza; Foto: Dietmar Wadewitz)

Der diesjährige Konfliktmanagement-Kongress (KMK) am 14./15.09.2018 in Hannover stand unter dem Motto „Vielfalt und Entwicklung“ und bot den Teilnehmenden eine abwechslungsreiche Mischung aus Theorie und Praxis der Mediation. Bereits am Vorabendempfang im Gartensaal des Neuen Rathauses konnten die knapp 300 Teilnehmer*innen , von denen eine große Zahl zum wiederholten Mal an dem KMK teilnahmen, miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und die neuen Entwicklungen in der deutschen Mediationslandschaft diskutieren. Begrüßt wurden sie von Frau Justizministerin Barbara Havliza. „Justiz tut gut daran, die Möglichkeiten der Mediation zu nutzen“ betonte die Ministerin, die u.a. auch auf die Initiativen und die Vorreiterrolle des Landes Niedersachsen in Sachen Mediation sowie das mittlerweile 15jährige Jubiläum des KMK hervorhob.

Angeregt wurden die TeilnehmerInnen, darunter Juristen, Psychologen, Soziologen und Mediatoren vieler weiterer Herkunftsberufe, am Freitag Abend auch durch einen kurzweiligen Vortrag von Dr. Dietmar Zinner, leitender Wissenschaftler in der Abteilung Kognitive Ethologie am Deutsches Primatenzentrum in Göttingen: „Konflikte bei unseren Vettern – Was wir vom Affenstreit lernen können“. Am Samstag Vormittag wurde zunächst in drei Impulsvorträgen aus juristischer, sozial- und kommunkationswissenschaftlicher Perspektive erörtert, inwiefern die Mediation bereits ein wesentlicher, unverzichtbarer Teil des deutschen Konfliktmangements bzw. der Justiz und der Privatrechtsordnung geworden ist und welche Erkenntnisse die interdisiplinäre Mediationsforschung mittlerweile bietet. Vertieft wurden diese Diskussionen dann in 7 Foren und auf der Informationsmesse, auf der sich Anbieter und Mediationsverbände präsentierten.

(von links): Rajiny Kumaraiah, Petra Kniesburges; Mediatorinnen der Waage Hannover; Foto: Waage Hannover)

Die Waage Hannover war wie schon seit dem ersten KMK mit einem Informationsstand vertreten, der durch unsere ehrenamtlichen Mediatorinnen Petra Kniesburges und Rajiny Kumaraiah hervorragend betreut war. Gerade im Hinblick auf das Thema „Vielfalt und Entwicklung“ hat die Waage in ihren verschiedenen Arbeitsbereichen sowie im Rahmen des Projekts „Interkulturelle Kompetenz in der Mediation“ viel anzubieten. Es gab Gelegenheit, Informationen auszutauschen, Fragen zu stellen und mit zahlreichen Kongressteilnehmer*innen ins Gespräch zu kommen. Besonders erfreulich war, dass in diesem Jahr insgesamt sieben Mitglieder des Waage Teams am Kongress teilgenommen haben. So können die gewonnen Eindrücke und Erkenntnisse aus den Foren, Workshops und Diskussionen gemeinsam besprochen werden und innerhalb der Waage ihren Nachklang finden.