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Finstere Zeiten – Die Waage bei einer internationalen Tagung in Tallinn

Just Times – Restorative Justice Responses in Dark Times“ war der Titel der 12. Internationalen Konferenz des European Forum for Restorative Justice (EuForum RJ) vom 29.-31.5.2024 in Tallinn, Estland.

Die Waage ist seit langem auch international und im Rahmen europäischer Netzwerke aktiv. Mit dem EuForum RJ haben wir in den vergangenen Jahren mehrere (Erasmus-)Projekte und Trainings durchgeführt (vgl. Protect), zwei Mitarbeiter sind Teil dessen „Pool of Trainers“, Frauke Petzold war mehrere Jahre im Vorstand.

Die diesjährige Konferenz legte den Fokus auf Antworten einer „Restorative Justice“, einer auf Ausgleich, Verständigung und Verantwortungsübernahme ausgerichteten weltweiten Bewegung in Zeiten von Krieg und zunehmender Polarisierung. Fast 400 Expertinnen aus 47 verschiedenen Ländern waren in die estnische Hauptstadt gekommen. In einer Vielzahl von Vorträgen, Workshops und Diskussionen wurden unterschiedliche Initiativen und Ansätze vorgestellt und diskutiert.

Die Waage war u.a. an einer Expertenrunde im Justizministerium zu den Möglichkeiten und Grenzen der Mediation bei Fällen von Häuslicher Gewalt beteiligt.

 

„In den finsteren Zeiten.
Wird da auch gesungen werden?
Da wird auch gesungen werden.
Von den finsteren Zeiten.“ Bertolt Brecht

 

 


European Forum for Restorative Justice

Das Niederländische Helsinki-Komitee (NHC) organisierte vom 7. bis 8. März 2024 in Zusammenarbeit mit EuroPris, dem European Penitentiary Training Academies Network (EPTA), der Confederation of European Probation (CEP) und dem European Forum for Restorative Justice (EFRJ) ein Crossover-Training.

Ziel der Schulung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Strafjustizsystemen in Europa zu erkunden und zu stärken, sowie Ideen für gemeinsame Trainingsprogramme zu entwickeln, die sich auf die Bereiche Strafvollzug, Bewährungshilfe und opferorientierte Justiz konzentrieren.

Die ca. 35 Teilnehmenden aus 14 verschiedenen Ländern diskutierten im „Nutshuis“ in Den Haag über aktuelle Herausforderungen, Ausbildungsmethoden und Möglichkeiten zur Verbesserung der Kooperation.

Für Deutschland war Frauke Petzold von der Waage beteiligt.


Ein gutes Team

Die Waage Hannover steht seit über 30 Jahren für Kompetenz und Qualität in der Mediation. Grundlage dafür ist, neben der guten Ausbildung, die gute Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mediator*innen, dem Vorstand, der Geschäftstelle und Geschäftsführung. Damit das so bleibt, unternehmen wir ab und zu etwas zusammen. Hier ein Teil des Teams beim Minigolfturnier:


Abschlussbericht PROTECT / Erasmus

Der Abschlussbericht zum Erasmus-ProgrammPROTECT – Exchanging good practices on Restorative Justice and promoting the victims‘ rights protection“ liegt vor.

Die Waage hat in diesem von der EU finanzierten Projekt Praxiserfahrungen und Trainingsmethoden eingebracht und dafür international viel Anerkennung erhalten (siehe auch news vom 21.3.23, 27.10.22 und 20.11.21).

   


Internationale Vernetzung

Nach den Treffen in Hannover (10/2021) und Lissabon (3/2022) fand vom 27.-30.9.2022 ein weiteres internationales Treffen im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten Erasmus+-Programms „Protect“ in Viterbo, Italien statt.

Das Motto war wieder „Exchanging good practices on resorative justice“, also der Austausch zu Methoden und Erfahrungen sowie die praktische Umsetzung der europäischen Opferschutz-Richtlinie in verschiedenen Ländern (Italien, Belgien, Portugal, Spanien und Deutschland).

Die Erfahrungen und Trainingsmethoden der Waage dienen in diesem Zusammenhang häufig als „Best-Practice“. Gleichzeitig profitiert die Waage von den Konzeptionen und Entwicklungen in anderen Ländern, beispielsweise in Belgien, wo die Idee einer Restorative Justice schon weiter etabliert ist als in Deutschland. Besonders interessant war die Diskussion der teilweise unterschiedlichen Perspektiven von Opferhilfe-Organisationen und Mediationsstellen.


Preisverleihung an Frauke Petzold und Lutz Netzig

Beim 30. Jubiläum des Servicebüros für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung am 21.9.2022 in Bonn wurden Frauke Petzold und Lutz Netzig für ihr Lebenswerk mit dem Ehrenpreis „Theo A.“ ausgezeichnet. Hervorgehoben wurden insbesondere die Mitarbeit an bundesweiten Qualitätsstandards, ihre Pionierarbeit bei der Etablierung einer fundierten Ausbildung sowie das Engagement auf europäischer Ebene im Rahmen des „European Forum for Restorative Justice“.

Mit dieser Auszeichnung wird auch die erfolgreiche Arbeit der Waage gewürdigt. Wir freuen uns (und sind auch ein wenig stolz).

 


Die Waage beim Konfliktmanagement-Kongress 2022

Der diesjährige 18. Konfliktmanagement-Kongress am 9. und 10. September 2022 stand unter dem Motto „Mediationsräume“. Der Kongress richtet sich an alle, die Streitparteien bei der Beilegung von Konflikten unterstützen wollen. Der Vorabend der Hauptveranstaltung galt bereits dem Dialog unter Fachkolleg*innen. Am Samstag begrüßte der Staatssekretär des Justizministeriums Herr Dr. Frank-Thomas Hett. Drei Impulsvorträge folgten. Konflikte sind allgegenwärtig. Wie geht die Bundeswehr unter den besonderen vorherrschenden Bedingungen und Herausforderungen mit dieser Situationen um? Zu diesen und weiteren Fragen sprach der Brigadegeneral der Bundeswehr Jens Arlt. Besonderheiten im Umgang mit Konflikten herrschen auch im Leistungssport. So gelang es Dr. Christian Zepp, einen intensiven Eindruck davon zu vermitteln. Prof. Dr. Ulla Gläßer stellte bekannte Glaubensätze der Mediation in Frage. In sieben Foren stellten erfahrene Konfliktmanager*innen verschiedener Professionen Handwerkzeuge und Entwicklungen vor.

Der Stand der Waage im Eingangsbereich des Landgerichts, an dem wir unsere Aktivitäten vorstellten, fand auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher*innen.