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30 Jahre Kommunaler Präventionsrat (KPR) der Stadt Hannover

Vor 30 Jahren wurde dieses städtische Gremium unter maßgeblicher Beteiligung von Hartmut Pfeiffer, damals Vorsitzender der Waage, und Bernd Strauch, dem ehemaligen Oberbürgermeister, gegründet. Auslöser waren u.a. die „Chaostage“ in Hannover. Es war deutlich, dass man Gewalt nicht allein durch repressive Maßnahmen bekämpfen, sondern auch durch vorbeugende Konzepte verhindern sollte. Seitdem hat sich im KPR eine fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit etabliert. Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, Polizei und Justiz sowie Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren in vertraulichem Rahmen über aktuelle Themen, die die Bürger*innen bewegen. Es geht um Prävention, um das Sicherheitsgefühl der Menschen, um konkrete Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens in unserer Stadt. Die Waage war von Beginn an dabei, hat in diesem Rahmen u.a. Ausstellungen für Schüler*innen mit organisiert und das Thema Häusliche Gewalt ins öffentliche Bewusstsein gebracht.

Am 1.12.2025 fand im Rathaus eine Jubiläumsfeier statt, bei der die Justizministerin, der Oberbürgermeister und die Polizeipräsidentin die Wichtigkeit des Gremiums betonten und die Leistungen der vergangenen Jahre würdigten. Darauf kann auch die Waage ein wenig stolz sein.

In einer Ausstellung im Bürgersaal werden einige „Meilensteine“ des KPR gezeigt.


Sommerfest der „Waage-Familie“

Am 21.8.2025 haben wir in der schönen Eilenriede ein kleines Fest gefeiert. Unser Vorsitzender Stefan Lücke hat das Team der Waage (und einige weitere „Familienangehörige“) begrüßt, zwei unserer langjährigen Mitarbeiterinnen verabschiedet und drei neue Kolleg*innen willkommen geheißen. Roberta Cifariello und Susanne Rohn verlassen uns, weil sie ihren Lebensmittelpunkt in ein anderes Land bzw. eine andere Stadt verlegen. Elena Schimmel, Gesa Koch und Jörg Kampmann sind neu dabei und ergänzen das Team mit ihrer Kompetenz und freundlichen Art.

Die Waage unterstützt seit 1992 Menschen bei der friedlichen Lösung ihrer Konflikte. Es geht dabei um Gewalt und Trennungen, um familiäre, kollegiale und nachbarschaftliche Konflikte, um Ärger, Wut und Trauer, mitunter auch um existentielle Krisen und großes Leid. Das ist nicht immer leicht und kann für die Mediator*innen belastend sein. Es ist daher schön und wichtig, dass wir ab und zu in entspannter Atmosphäre zusammen feiern.


Crossing Protect – Internationale Zusammenarbeit der Waage

Am 27./28.11.2024 fand in Leuven (Begien) die Auftaktveranstaltung unseren neuen EU-Projekts „Crossing Protect“ statt. Es geht um die Zusammenarbeit zwischen Opferhilfe und Restorative Justice / Mediationsstellen in Fällen von Häuslicher Gewalt gegen Frauen sowie um die Entwicklung gemeinsamer Trainingsprogramme. Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt. Es nehmen Einrichtungen aus acht europäischen Ländern teil. Deutschland wird von der Waage (Frauke Petzold / Dr. Lutz Netzig) und Suana / Kargah (Tanja Kovacevic) vertreten.


Vermittlung bei Mord und Missbrauch? Freunde-der-Waage-Treffen 2024

Am 29.10.2024 fand mal wieder ein Treffen der „Freunde der Waage“ in unseren Büros in der Friesenstraße statt. Wir haben diesmal einen besonders schwierigen und brisanten Arbeitsbereich der Waage in den Blick genommen, die Vermittlung bei schweren Straftaten wie Tötungsdelikten, Raub und Missbrauch.

Wir reden bei diesen Fällen nicht von Täter-Opfer-Ausgleich, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Sie sind jedoch unter dem Titel „Restorative Justice“ seit längerer Zeit ein Teil unserer Arbeit. Es geht darum, Geschädigte bzw. deren Angehörige zu unterstützen, wenn sie Klärungsbedarf haben oder mit den Tätern reden wollen (auch wenn diese in Haft sind).

Was sind die Möglichkeiten und Grenzen? Welche Rahmenbedingungen sind nötig? Wie arbeiten wir methodisch?

Frauke und Lutz gaben einen Einblick, stellten zwei (anonymisierte) Beispiel-Fälle vor und diskutierten mit den Gästen. Und natürlich war auch wieder Zeit für den Austausch und informelle Gespräche….


Internationale Vernetzung

In der Woche vom 15.-19.4.2024 war eine Gruppe italienischer Kolleg*innen bei der Waage zu Gast. Im Rahmen des von der EU finanzierten Erasmus-Programms „KINTSUGI2 – Exchange of European Good Practices on Restorative Justice“ wollten sich die beteiligten Fachleute einen Einblick verschaffen von der Praxis der Restorative Justice in Hannover.

Nach einer Auftaktveranstaltung im Büro der Waage besuchten sie das Männerbüro, das Kinderschutzzentrum und die Beratungsstelle Suana sowie das Landgericht und die Staatsanwaltschaft.

Unsere Gäste äußerten sich beeindruckt von der engen Zusammenarbeit, der hohen Professionalität und der Gastfreundschaft der Institutionen. Wir sind stolz darauf, dass die Waage auch international einen solch guten Ruf genießt.


Abschlussbericht PROTECT / Erasmus

Der Abschlussbericht zum Erasmus-ProgrammPROTECT – Exchanging good practices on Restorative Justice and promoting the victims‘ rights protection“ liegt vor.

Die Waage hat in diesem von der EU finanzierten Projekt Praxiserfahrungen und Trainingsmethoden eingebracht und dafür international viel Anerkennung erhalten (siehe auch news vom 21.3.23, 27.10.22 und 20.11.21).

   


… stärker als Gewalt

Die Waage bietet im Rahmen des Jahresmottos des Kommunalen Präventionsrates der Stadt (KPR) „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“ gemeinsam mit der Polizei, dem Jugendamt und dem Kinderschutzzentrum eine Ausstellung für Schülerinnen und Schüler (7.-10. Jahrgang) an. Im Bürgersaal des Rathauses werden u.a. Plakate ausgestellt, die die Waage in den Jahren 2004 und 2005 mit Studierenden des Fachbereichs Fotografie der Hochschule Hannover erarbeitet hat und die danach als Teil einer Wanderausstellung des LKA mit dem Titel „Gewalt ist nie privat!“ durch Niedersachsen tourten. In der Ausstellung geht es zum einen darum, das brisante Thema „Häusliche Gewalt“ zu thematisieren, zum anderen um eine Auseinandersetzung über die ersten eigenen Liebesbeziehungen der Jugendlichen.